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Seminararbeit Adaptive Case Management

Die Spezialisierung im 5. Semester besteht aus zwei Teilen. Zum einen eine Vorlesung zu Unternehemensweiten und Unternehmensübergreifenden Betrieblichen Anwendungssystemen (UUBAS) und dem Seminar Betriebliche Anwendungssysteme (Seminar BAS). Im Fach Seminar BAS erstellen wir eine Seminararbeit, die aus drei Teilen besteht aus denen sich die Benotung zusammensetzt.

1. Exposè, welches das Thema, die Problemstellung und Lösungsansätze kurz umschreibt und den Roten Faden für die Seminararbeit vorgibt.(10%)

2. Die eigentliche Seminararbeit, in unserem Fall max. 20 Seiten inkl. Deckblatt, Abbildungs-, Abkürzungs- und Literaturverzeichnis. (50%)

3. Die Präsentation, in der die Ergebnisse der Seminararbeit kurz und prägnant vorgestellt werden. (40%)

Dabei geht es um ein vorgegebenes Haupttehma, in unserem Fall Adaptive Case Management (ACM).

Innerhalb des Hauptthemas gibt es verschiedene Themenbereiche die zur Auswahl stehen und aus denen wir eines aussuchen können, z.B. Abgrenzung und Gemeinsamkeiten zu BPMN oder ACM unter Einbindung Sozialen Netzwerke, usw.

Adaptive Case Management ist ein Ansatz um schwach strukturierte Geschäftsprozesse zu handhaben. Es geht dabei um Prozesse, die nicht nach einem vordefinierten Schema, wie z.B. innerhalb der Produktion ablaufen. Vielmehr geht es um dynamische Abläufe die, Situationsbedingt und aufgrund vorliegender Informationen, von einem Wissensbearbeiter beeinflusst werden. Der Wissensarbeiter entscheidet im Einzelfall über den weiteren Ablauf und dies ist ein Unterschied zu BPMN, bei dem der Prozessablauf vorgegeben ist und durch den Wissensarbeiter nur gering beeinflusst wird.

Derzeit stellt ACM einen Ansatz dar, wie diese schwach strukturierten Prozesse möglicherweise modelliert und verwaltet werden. Allerdings gibt es noch keine klare Definition. Im Buch „Mastering the Unpredictable“ von Keith Swenson, beschreiben mehrere Authoren verschiedene Ansätze wie ACM zur Bewältigung von schwach strukturierten Prozessen eingesetzt werden kann.

Für Unternehmen wird es immer wichtiger auf wechselnde Markt- und Kundenanforderungen flexibel reagiern zu können. ACM stellt einen Ansatz dar um schwach strukturierte Prozesse handhabar zu machen. Die Handhabung erfolgt durch den Wissensarbeiter, der aufgrund vorliegender Informationen Entscheidungen trifft, die den weiteren Ablauf beeinflussen. In meiner Seminararbeit gehe ich darauf ein, wie soziale Netzwerke dazu beitragen können, Informationen bereitzustellen, die zu einer fundierteren und effizienteren Entscheidungsfindung beitragen.

Nachdem ich das Exposè und die Seminararbeit bereits eingereicht hatte, konnte ich das das Thema mit meiner Präsentation erfolgreich abschliessen.

Die Seminararbeit und die Präsentation stelle ich hier zur Verfügung. Vielleicht ist es, für den ein oder anderen hilfreich, um einen Einstieg in das spannende Thema zu bekommen.

Während der Ausarbeitung bin ich auf einige Interessante Seiten gestoßen, die ich hier noch angeben möchte:

http://www.forflex.de/ – Ein Forschungsverbund für hochflexible Geschäftsprozesse, gegründet von der Universität Bamberg

http://www.adaptive-prozesse.de/ – Blog von Max Johann Pucher, dem Mitauthor zu Mastering the Unpredictable, viele Interessante und Fachliche Informationen sind hier zu finden

http://www.kurze-prozesse.de/ – Interessanter Blog rund um das Thema Prozessmanagement, gute Informationsquelle

http://www.saperionblog.com/ – Anbieter für BPM- Lösungen

http://thingthatthinks.com – Blog von Michael Böhringer, hat sich Intensiv mit dem Thema ACM und der Integration von Microblogging Diensten auseinandergesetzt. Seine Diplomarbeit steht ebenfalls Online zur Verfügung.

acm2012.blogs.dsv.su.se – Blog zum 1. Internationalen ACM Workshop mit zahlreichen Präsentationen

Das Fach bietet eine gute Möglichkeit sich mit den Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten auseinanderzusetzen und einen Einblick zu bekommen, was auf einen während der Bachelor Thesis zukommt.

Vortragsreihe Vertiefung BWL II

Am heutigen Tag fand, im Rahmen der Veranstaltung „Vertiefung BWL II“, eine Vortragsreihe am Campus St. Augustin statt. Dabei wurden zwei sehr Interessante Vorträge gehalten.

Der erste Vortrag wurde von Herrn Asma , von KPMG gehalten. Im Vortrag ging es um drei Kernbereiche, Cloud Computing, Social Networks & Mobile Devices. Zunächst erläuterte Herr Asma die Chancen die sich durch die neuen Technologien ergeben, welche Innovationsmöglichkeiten damit einhergehen und das die Ansätze im Zusammenhang zu betrachten sind. Unternehmen sind in Zukunft stark gefordert, diese Aspekte zu berücksichtigen um für Ihre Mitarbeiter als attraktive Unternehmen zu gelten und eine gewisse Innovationskraft zu ermöglichen.

Zu Cloud Computing sagte Herr Asma kurz und prägnant „Alter Wein in neuen Schläuchen“. In diesem Bereich ging er darauf ein, dass der Begriff „Cloud“ mittlerweile mehr ein Marketingbegriff geworden ist, obwohl die dahinter stehende Technik nicht neu ist. Allerdings gibt es eine Definition des National Institut of Standards and Technology (NIST) zum Thema Cloud.

Zum Thema Facebook sagte er, dass damit beispielsweise eine Single Sign On Lösung über das Internet ermöglicht wird. Immer mehr Webseiten bieten einen Facebook Login an und verzichten darauf, dass der User einen eigenen Account anlegt. Für den User wird die Nutzung von Diensten wesentlich vereinfacht, da er sich nicht mehr mehrere Usernamen und Passwörter merken muss, sondern seinen Facebook-Account zur Authentifizierung nutzen kann. Damit schafft Facebook etwas, was die gesamte Software Industrie, in diesem Bereich, in den letzten Jahren nicht geschafft hat.

Der komplette Vortrag wurde von Herr Asma bereits Online zur Verfügung gestellt und ist hier zu finden. Herr Asma betreibt selbst einen Blog zu den genannten Themen -> IT Advisory

Im zweiten Vortrag ging es um die zukünftigen Entwicklungen im IT-Bereich bis 2032. Definitiv hoch spannend und sehr Interessant. Der Vortrag wurde von Herrn Michael von Uechtritz und Steinkirch von der Detecon gehalten.

Die Detecon hat eine kleine Projektgruppe damit beauftragt, die IT Entwicklungen bis 2032 zusammen zu tragen und wissenschaftlich zu betrachten. Viele Vorstellungen die genannt wurden, sind bereits entwickelt, doch dauert es noch einige Zeit, bis diese sich am Markt etablieren (Beispiel Kontaktloses Zahlen).

In seinem Vortrag stellte Herr von Uechtritz und Steinkirch zukünftige Märkte und Geschäftsmodelle vor, zeigte Beispiele welche Geschäftsmodelle sich gerade etablieren und wie schnell es durch die neuen Technologien möglich ist, mit geringen Startkapital ein Unternehmen für spezielle Anwendungen zu gründen.

Allerdings führt diese Entwicklungsspirale zu immer schnelleren Anforderungen und kurzzeitigen, extremen Schwankungen, auf denen die Unternehmen flexibel reagieren müssen. Um diesen Anforderungen und der ständigen Marktdynamik begegnen zu können, benötigen Unternehmen eine qualitativ hochwertige Risikoeinschätzung. In diesem Bereich gibt es allerdings noch enormes Potential.

Die Bandbreite der Themen war sehr groß, daher verweise ich an dieser Stelle auf die Präsentation. Zu dem Thema hat die Detecon ein Buch herausgegeben, welches über die Seiten kostenfrei angefordert werden kann.

An dieser Stelle vielen Dank an Professor Wamser für die Interessanten Themen.

 

 

UUBAS Präsentation Salesforce.com

Im Rahmen unserer Vorlesung „Unternehmensweite und Unternehmensübergreifende Betriebliche Anwendungssysteme“ oder kurz genannt „UUBAS“ war eine Klausurvorleistung zu erbringen. Mit einem Kommilitonen zusammen hatte ich das Thema Salesforce.com. Ein webbasiertes CRM-System, welches ausschließlich als Software as a Service Modell über die Cloud bereitgestellt wird.

Salesforce wurde 1999 von Marc Benioff und einigen, weiteren, ehemaligen Oracle Mitarbeiter gegründet. Derzeit ist es das Unternehmen mit den höchsten Wachstumsraten. Die Umsatzprogonose für 2012 beträgt 2 Milliarden US Dollar (zdnet).

Die CRM-Lösung wird mittlerweile von einer Vielzahl von Unternehmen eingesetzt, u.a. Facebook und Activision.

Mittlerweile geht das Angebot von Salesforce über eine reine CRM-Lösung deutlich hinaus. So lassen sich mittlerweile weitere Dienste, wie Datenbanken und Datenverwaltung über den Anbieter beziehen. Die CRM-Lösung ist um eine umfangreiche Integration von Social Media erweitert worden. Das sollte ein paar Eckpunkte darstellen.

Salesforce fordert mit seinem Geschäftsmodell, traditionelle Anbieter wie SAP, heraus. SAP merkt mittlerweile deutliche Einbrüche im Bereich der CRM-Lösungen. Interessant ist die Tatsache, dass Salesforce SAP mehrmals eine Partnerschaft angeboten hat, daran ist gut zu erkennen, welchen Stellenwert Salesforce mittlerweile hat. Dazu gibt es ein Interessantes Interview, auf Manager-Magazin, mit dem Salesforce Area Vice President für Europa, Joachim Schreiner.

Denke das unser Vortrag durchaus Interessant war und die anschließende Demo einen guten Einblick über die vielfältigen Möglichkeiten gegeben hat. Den Vortrag habe ich als PDF mit angehangen.

Vortrag Salesforce.com

Weitere Informationen zum Einstieg sind auch in folgenden Blogs zu finden:

http://www.ueberforce.com

http://salesforce-blog.de/

 

Schwerpunkt Spezialisierungen im 5. Semester

Da wir ab Februar in einem 3 monatigem Praxisprojekt, in einem Unternehmen unserer Wahl sein sollten, ist das 5. Semester ein verkürztes Semester. Daher bleibt für einige Fächer nicht viel Zeit, um den Stoff zu lernen und Klausurvorleistungen zu erbringen.

Einen großen Anteil am 5. Semester hat die gewählte Spezialisierung, in meinem Fall Betriebliche Anwendungssysteme. In diesem Semester entfallen direkt 2 Fächer darauf. Die reguläre Vorlesung  UUBAS (Unternehmensweite und Unternehmensügreifende Betriebliche Anwendungssysteme) und Seminar BAS (Betriebliche Anwendungssysteme). Im ersten Fach findet regulär eine Vorlesung wöchentlich statt und die Prüfung findet im Rahmen einer 2-stündigen Klausur statt. Klausurvorraussetzung ist eine eigene vorbereitete Übung zu einem vorgegebenen Thema, in dem das Thema vorgestellt wird und die Teilnehmer eine Aufgabe bearbeiten.

Im zweiten Fach wird eine 20-seitige Seminararbeit verlangt, zu der nach Abgabe, eine Präsentation gehalten wird, zum Einstieg wird ein Exposè abgegeben. Die Note setzt sich Anteilig aus den Anforderungen zusammen (50% Seminararbeit, 40% Präsentation und 10% Exposè). Dabei ist in diesem Semester das Hauptthema „Adaptive Case Management“ vorgegeben.  Dazu wird zu einem gewählten Bereich die Seminararbeit ausgearbeitet.

Adaptive Case Management beschäftigt sich mit schwach strukturierten Prozessen, die aufgrund vorliegenderer Informationen, fallbezogen Entschieden werden. Diese können keinem vorgefertigtem Ablauf folgen und müssen flexibel auf Anforderungen reagieren. In einem späterem Beitrag werde ich auf das Thema detallierter eingehen und evtl. das Exposé mit veröffentlichen.

5. Semester

Seid Anfang Oktober sind die Semesterferien vorbei und die Uni hat wieder begonnenn. Die Klausurphase habe ich bisher gut überstanden, zumindest mit dem 1. Teil bin ich sehr zufrieden. Aus dem 2. Teil stehen die Noten noch aus und da bin ich noch sehr gespannt, was da kommt.

Mit dem Beginn des Semesters steht nun auch Lineare Algebra auf dem Programm, ein Fach wo ich noch ordentlich Bauchschmerzen habe. Hoffe aber, dass ich das mit Hilfe der Kommilitonen gut überstehen kann 😉

Derzeit sind vor allem die Fächer aus der Spezialisierung sehr Zeitintensiv. So erarbeiten wir gerade im Fach „Unternehmensweite und Unternehmensübergreifende Betriebliche Anwendungssysteme“ das Thema Salesforce.com Also deren Cloudbasiertes Geschäftsmodell, welches ich übrigens hochspannend finde, und erstellen dazu eine Übung für die Vorlesung.

Außerdem gibt es noch ein Seminar „Betriebliche Anwendungssysteme“ in dem wir eine Seminararbeit im Umfang von ca. 20 Seiten schreiben. In diesem Fach sind wir als Einzelkämpfer unterwegs und ich habe mich für das Thema „Adaptive Case Management: Fallbearbeitung unter Einbeziehung sozialer Netzwerke“ entschieden. Derzeit bin ich noch ein wenig auf der Suche nach Quellen und Werte diese aus um für das Interessante Thema auch genügend Informationen zu bekommen.

SS2012 Software Engineering I Klausur

So der Urlaub ist vorbei und mittlerweile hat auch die 2. und letzte Klausurphase für dieses Semester begonnen.

Gestern ging`s dann auch direkt mit SE-I los, da ich dort de Note noch ein wenig nach oben korrigieren wollte 😉

Allerdings fand ich die Klausur etwas schwieriger, als die während des 1. Termins. Zum Themenumfang kam diesmal noch Refactoring, allerdings waren es nur Fragen zur Theorie und die waren auf jeden Fall machbar, wenn man den Teil vorher gelernt hat.

Insgesamt bestand die Klausur im wesentlichen aus folgenden Inhalten:

  • Use Case Diagramme (12%)
  • Textuelle Use Cases (12%
  • Klassendiagramme (15%)
  • Sequenzdiagramme (10%)
  • Multiple Choice Fragen zu Scrum und allgemeinen Themen (20%)
  • JUnit (20%)
  • Refactoring (11%)

In dem Multiple Choice Anteil kommen durchaus Fragen zu allen Kapiteln aus den Vorlesungen dran. Die Klausur ist fair gestellt und wird auch sehr fair bewertet. Wenn man sich etwas mehr Zeit zur Vorbereitung gönnt, als ich das getan habe, dann ist die Klausur auch mit einer guten Note zu bestehen, da es in den Vorlesungen genügend Übungen gibt, die besprochen werden und anschließend eine Probeklausur, die alle relevanten Themen beinhaltet. So kann man sich wirklich gut auf die Klausur vorbereiten.Zu den Übungen und Beispielklausuren gibt es immer die Musterlösungen, in denen die Lösung und die Punktevergabe erläutert wird.

Der Zeitaufwand sollte allerdings nicht unterschätzt werden, da man die genannten Themen verstanden haben sollte, um in der Klausur die Fallbeispiele entsprechend in die geforderten Aufgaben umzuwandeln und zu modellieren.

Theorie und Praxis von ERP-Systemen

Das Fach Theorie und Praxis von ERP-Systemen ist dieses Semester auch eines der anspruchsvolleren Fächer. Während wir uns im ersten Drittel mit den allgemeinen Grundlagen zu ERP-Systemen auseinandergesetzt haben und dazu zunächst mit den ERP-Systemen von Microsoft Navision und Comarch Semiramis einen Einstieg gefunden haben, lag der Fokus in den letzten beiden Dritteln stark auf SAP.

Wie bereits erwähnt, ging es in den ersten Vorlesungen um die allgemeinen Grundlagen zu ERP-Systemen. Wie werden diese eingesetzt, welches sind die Kernbereiche von ERP-Systemen und um was für eine Art von Software handelt es sich. Nach der Einführung Wirtschaftsinformatik gehören ERP-Systemen zu den integrierten betrieblichen Standardanwendungen.

Produktions-/planungs- und Steuerungs-Systeme wurden hier ebenfalls betrachtet und die Unterstützung dieser Funktion durch ERP-Systeme. Für die weiteren Vorlesungen wurde erneut der Schematische Betriebliche Anwendungssystem-Aufbau verdeutlicht und die Einordnung des Systems in den verschiedenen Ebenen.

Nachdem wir die Grundlagen abgeschlossen hatten, ging es zum Bereich der Integration von ERP-Systemen. Hier wurden zunächst die beiden Bereiche Ex-ante und Ex-post erklärt und abgegrenzt. Kurzer Überblick über die Installationsmöglichkeiten Zentralsystem vs. Server-/Client-Architektur, Betriebskonzepte (Hosting, ASP & SaaS) und die vorhandenen Datenkategorien in ERP-Systemen.

Von nun an wurden die bereits vermittelten Inhalte stark mit der Vorstellung und der Einführung in SAP gekoppelt. Unser Prof gab uns, im Rahmen der Veranstaltung, die Möglichkeit an einer SAP-Zertifizierung (SAP ERP Foundation) teilzunehmen. Zum einen motivierte es natürlich die Inhalte noch Intensiver zu Lernen und zum anderen war das eine gute Möglichkeit während der Vorlesung noch ein Zertifikat mit nehmen zu können. Für spätere Bewerbungen nie verkehrt und eine tolle Sache das im Rahmen der Vorlesung mit machen zu können.

Die Einführung in SAP begann im wesentlichen mit den Grundlagen, Mandantenkonzept, den schematischen Aufbau von SAP und welche Maßnahmen durch wenn und was mit Customizing und Personalisierung  vorgenommen wird. Dazu kam noch eine Auffrischung im Bereich von Rechnungswesen (Buchführung, Haupt- & Nebenkonten, etc.).

Um diese ganzen Inhalte besser greifbar zu machen, hatten wir nun einige Fallstudien im Bereich der Produktion und Controlling, die wir anhand des IDES-Systems, selbst abarbeiten und umsetzen konnten.

Dadurch wurde ein guter Eindruck vermittelt, wie mächtig SAP ist und welche Möglichkeiten damit eröffnet werden. Allerdings waren es teilweise unüberschaubar und durch die Fallstudien konnte man nur einen sehr begrenzen Einblick erlangen. Zwar Schnitten die Fallstudien alle Bereiche an, aber es reicht bei weitem nicht aus, die Fallstudien zu bearbeiten. Hier ist man selbst gefordert, die Fallstudien evtl. ein zweites Mal zu machen um wirklich zu verstehen, welche Faktoren durch welche Einstellungen beeinflusst werden und wie sich diese auf weitere Konfigurationen auswirken.

Im letzten Teil gab es eine kleine Einführung in die SAP-Programmierung mit ABAP und einen kurzen Überblick über Einführungsprojekte von ERP-Systemen.

Die Zertifizierungsprüfung wurde in der letzten Vorlesungsstunde durchgeführt. Es war eine typische Zertifizierung in der ca. 40 Fragen gestellt wurden. Alles Multiple Choice und jede Frage hatte mehr als eine Korrekte Antwortmöglichkeit, welches ein solides Wissen über SAP voraussetzte um die Prüfung zu bestehen. Zum Bestehen waren 55% korrekte Antworten notwendig. In unserem Kurs nahmen ca. 80% an der Zertifizierung teil und es schafften alle, teilweise knapp, die Zertifizierung. Der Artikel dazu ist hier zu finden.

 

 

 

Klausur Vertiefung BWL I

Zum Ende des 4. Semesters stand die Klausur Vertiefung BWL auf dem Programm. Ich fand das Fach sehr Interessant, da wir sehr viele Themen für die strategische Unternehmensplanung behandelt haben. Zum einen welchen Einfluss Technologie- und Innovationsmanagement auf die Unternehmensentwicklung hat, welche Innovationsarten zu unterscheiden sind, wie diese in in den Markt gebracht werden und welche strategischen Maßnahmen zur Umsetzung und Wahl einer Innovation notwendig sind.

Aus dieser Themenvielfalt wurden für unsere Klausur folgende Themen ausgewählt:

  • Strategische Dreieck (Wettbewerbsvorteil)
  • Bedeutung von Technologie- und Innovationsmanagement
  • Merkmale von Innovationen (Kennen und Beschreiben)
  • Unterscheidung von Prozess- und Produktinnovationen
  • Revolutionäre- und Evolutionäre Innovationen
  • Lebensphase von Technologien (Beschreiben und Portfolioabbildung)
  • Adoptionstheorie
  • Differenzierungs- und Kostensenkungspotentiale durch E-Business
  • Kurzbeschreibung von E-Business-Lösungen in Anlehnung an die Vorträge
  • ausführliche Beschreibung einer E-Business-Lösung (Erfolgsfaktoren, Zielsetzung und Trends)
  • allgemeine Fragen zur Vortragsreihe von externen Dozenten

Die Klausur ist sehr fair gestellt, allerdings sollte der Lernaufwand nicht unterschätzt werden. Es bietet sich an, eine Zusammenfassung zu erstellen und diese zu lernen. Es sind alle Themenbereiche logisch strukturiert und aufgebaut, allerdings werden leicht die einzelnen Bereiche verwechselt oder vermischt. Dies ist nur durch rechtzeitiges lernen zu vermeiden.

Wünsche allen viel Erfolg für die Klausur.

Software Engineering II – Zwischenfazit

Nun sind schon einige Wochen vergangen und langsam nimmt unser Semesterprojekt, im Bereich Software Engineering II, auch Formen an. Nachdem wir die Übungsaufgaben beendet hatten, haben wir unserer Gruppe in 6 Bereiche eingeteilt, jeder Bereich ist für eine spezielle Aufgabe zur Umsetzung des Mensaprojekts vorgesehen, die einzelnen Bereiche stelle ich euch weiter unten vor. Das schwierigste bei solchen Projekten ist zunächst die Kommunikation, da man sich in der Regel nur einmal in der Woche zu den Übungen sieht. Zwischen den Übungen finden die Iterationen aus dem Scrum Prozess statt und somit die Umsetzung der einzelnen Tasks, der einzelnen Gruppen. Die einzelnen Gruppen sind für Ihre Lösung eigenständig zuständig, aber jede Gruppe hat notwendige Schnittstellen und Übergabepunkte zum nächsten Team. Um diese Kommunikation etwas zu verbessern habe ich die Seite Mensaprojekt.de erstellt. Auf dieser Seite sind alle Mitglieder des Projekts registriert und haben Zugriff auf ein eigenes Forum und einen Chat. Außerdem haben wir unsere User Stories auf dieser Seite bereitgestellt und arbeiten nun an der gemeinsamen Umsetzung des Projekts anhand der User Stories. Nun etwas zu den einzelnen Gruppen, die vorhanden sind und welche Tätigkeiten diese ausführen:

Frontend

Das Frontend ist für die Erstellung der Webseite und vordergründig für die Umsetzung der benötigten Eingabe-/Ausgabe-/ und Abfragefelder zuständig. Diese werden in Javascript realisiert und die eingegebenen Werte, wie auch Ausgabeelemente werden über Javascript an eine REST-Schnittstelle übergeben.

REST

Das Team ist für die Implementierung und Umsetzung einer REST-Schnittstelle zuständig und erstellt anhand der Anforderungen an das Mensaprojekt die notwendigen Get, Put, Post und Delete Schnittstellen um eine Kommunikation zwischen Frontend und Backend zu ermöglichen.

Backend

Das Backend ist für die reine Java Implementierung zuständig und setzt die notwendigen Klassen und Pattern mit Eclipse um. Die erstellten Klassen stellen die Schnittstelle zwischen Datenbank und REST bereit.

Datenbank

Das Datenbank Team erstellt die Datenbank, in der die Informationen vom Frontend einfließen. Dazu gehören zum einem die vorhandenen Zutaten, die in der Mensa vorhanden sind und die möglichen Speisen, die durch das Mensapersonal erstellt werden. Die Ergebnisse werden in der Datenbank eingetragen. Die Datenbank wird dabei mit Hilfe von Hibernate erstellt, welches über Java die notwendigen Tabellen und Spalten in der Datenbank eigenständig erzeugt.

Tests

Zu dem ganzen Projekt gehört natürlich ein Testteam, welches die umgesetzten Funktionalitäten der vorgenannten Teams auf Funktionalität testet und Ergebnisse und mögliche Fehler notiert. Dabei wird z.B. der Java Quellcode mit Hilfe von JUnit getestet.

Dokumentation & Schnittstellen

Dieses Team ist für die Dokumentation des gesamten Projektes zuständig. Es dokumentiert sowohl den kontinuierlichen Projektfortschritt und nimmt die erstellten Tasks während unseres Scrum Meetings auf. Danach dokumentiert es die Umsetzung und den Fortschritt der Funktionalität der einzelnen Bereiche und des gesamten Projekts. Außerdem ist es für einheitliche Schnittstellen zuständig, damit jeder Bereich weiß, welche Schnittstellen vorhanden sind und wie über diese mit den anderen Funktionalitäten kommuniziert wird.

Projektleitung

Die Projektleitung ist für die Gesamt Koordination der einzelnen Bereiche zuständig. Es wählt bei jedem Scrum Meeting die umzusetzende User Story aus und erstellt daraus die notwendigen Tasks für die einzelnen Bereiche. Dabei ist die Motivation, Koordination und Steuerung der einzelnen Bereiche ebenso zentrale Aufgabe, wie sich kontinuierlich über den Projektfortschritt zu informieren und frühzeitig möglicher Fehler zu erkennen.

Wie Ihr an den Kurzbeschreibungen sehen könnt, bietet jeder Bereich seine eigene Herausforderung und damit wird das Projekt auch sehr spannend. Außerdem ist jeder von jedem abhängig, da dass ganze Projekt nur über die Teamleistung funktionieren kann, da jeder Bereich zur Erstellung und Umsetzung einer qualitativ hochwertigen Software notwendig ist.

Im folgenden Liste ich auf, mit welchen Technologien man sich bereits im Vorfeld beschäftigen sollte:

Frontend:

  • HTML & CSS
  • DOM
  • Javascript
  • XMLHttpRequest
  • Ajax

 

Webserver:

  • RESTful Webservices (Get, Put, Post & Delete)
  • XMLHttpRequest
  • JAX-RS und Jersey

 

Backend:

  • gute Kenntnisse in Java
  • Entwicklung der benötigten Java Klassen, Methoden, Umsetzung von Patterns, etc

 

Datenbank:

  • Java
  • Hibernate

 

Testing:

  • Umsetzung und Testen aller Funktionalitäten
  • Robustheit der Java Klassen durch JUnit nachweisen

 

Dokumentation & Schnittstellen:

  • Lasten- und Pflichtenheft
  • Technische & Schnittstellen Dokumentation
  • Erstellung von Namenskonzepten

 

Projektmanagement:

  • Verständnis zu allen eingesetzten Techniken
  • Scrum Prozess
  • Userstories und daraus Tasks ableiten
  • Vorstellungsvermögen
  • Projektumsetzung
  • Schaffen von Kommunikationsmöglichkeiten (Webpräsenzen, Foren, o.ä.)
  • Motivationsfähigkeit

Wichtig ist, dass diese Anforderungen für dieses Projekt in diesem Semester Gültigkeit haben. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass die grundlegende Verwendung auch in den nächsten 2 -3 Semestern Anwendung findet. Dies liegt daran, dass sich die Software Entwicklung ins Web verschiebt und dadurch die Bedeutung von Webbasierten Anwendungen immer mehr zunimmt.

 

 

Unternehmensplanspiel

Nach dem alten Curriculum steht im 4 .Semester das Pflichtfach Unternehmensplanspiel auf dem Programm, nach dem neuen Curriculum folgt dies nun bereits im 3. Semester.  Dieses Fach setzt Anwesenheitspflicht und aktive Teilnahme voraus und verzichtet im Gegenzug auf eine Klausur.

Zu Beginn des Semesters werden die Kommilitonen in zufällige Gruppen von 4-5 Personen eingeteilt, die zufällige Einteilung ist beabsichtigt, um das ganze näher an der Realität auszurichten. Die Aufgabe besteht darin die Nachfolge eines Unternehmensvorstands anzutreten und das Unternehmen erfolgreich zu managen. Das Unternehmen produziert Kopierer. Alle Gruppen starten mit den gleichen Voraussetzungen (Kreditbelastung, Eigenkapital, Maschinenpark, Personal, etc.). Ein kurzer Überblick über die Unternehmensgesamtsituation und die Betrachtung des Marktreports sind Pflicht.

Nachdem diese Aufgaben erledigt sind, geht es an die Unternehmensstrategie. Eine der ersten und wichtigsten Fragen, ist die Frage der Preispolitik. Dabei sollte die Entscheidung zugunsten einer Strategie eindeutig fallen Hoch- oder Niedrigpreisstrategie, der Mittelweg setzt euch eher zwischen die Stühle. Diese Entscheidung ist im späteren Verlauf nur schwer zu ändern, weswegen ihr euch zu Beginn entscheiden solltet. Allerdings wird die richtige Wahl dadurch erschwert, dass nicht bekannt ist, welche Strategien die anderen Gruppen wählen. Wenn z.B. alle Gruppen die Hochpreisstrategie wählen, ist das sicherlich Interessant, aber kaum hilfreich 🙂

Zunächst seid ihr für eure Absatzmöglichkeiten selbst verantwortlich, allerdings ist das Endergebnis natürlich davon abhängig, wie die anderen Unternehmen agieren. Daher ist auch ein bisschen Glück gefragt, um die richtige Strategie zu wählen. Zwei Dinge die die Erfolgswahrscheinlichkeiten erhöhen: Effiziente Planung und konsistente Einhaltung der gewählten Preisstrategie.

Ihr habt die Möglichkeit zu jedem Periodenbeginn eine Marktanalyse zu kaufen, wozu Dringend geraten ist, da ihr nur auf dieser sinnvolle Entscheidungen treffen könnt und seht, ob das Wirtschaftswachstum zunimmt oder eine Rezession droht. Die Angaben können sich direkt auf euren Absatz auswirken oder erst mit Verzögerung.

Die Herausforderung ist die korrekte Planung und Gestaltung des Marketing-Mix, dazu solltet ihr euch evtl. bereits im Vorfeld ein Excel-Sheet (Beispiel eines Excel-Sheets) erstellen, mit dem ihr die Planzahlen und deren Auswirkungen automatisiert auswerten könnt. Folgende Faktoren beeinflusst ihr mit eurer Planung:

  • Anzahl der zu produzierenden Produkteinheiten
    • Korrekte Berechnung der Maschinenauslastung (Instandhaltung berücksichtigen) und des Personalbedarfs (Krankenstand berücksichtigen)
  • Ausgaben für Forschung & Entwicklung
    • Erhöhte Mitarbeiteranzahl führt zu höheren Technologieindex
  • Preispolitik
    • Hochpreisstrategie wenige Produzierte Einheiten, dafür erhöhte Qualität der Indizes oder umgekehrt.
  • Kommunikationspolitik
    • Werbung (wirkt sich direkt auf den Absatz aus)
    • Corporate Identity (wirkt sich mit Verzögerung aus)
    • Unternehmensimage (wichtig für Aktionäre und den späteren Aktienwert)
  • Distributionspolitik
    • Anzahl der Vertriebsmitarbeiter (wirkt sich direkt aus)

An dieser Stelle sei nochmals erwähnt, dass die ganze Planung abhängig vom Agieren der anderen Gruppen ist.

Was sollte auf jeden Fall vermieden werden:

  • Falsche Maschinenauslastung
  • Zu wenig Produktionspersonal (Überstunden führen zu Mehrkosten von 2,5M€)
  • Nicht verkaufte Geräte benötigen Lagerplatz und das Kostet (pro 1000Stück/0,1M€)

Durch Steuerung der Produktionsstraßen, des Personaleinsatz, des Einkaufs und der Entwicklung soll sich das Unternehmen im Hochpreissegment von den anderen Unternehmen, durch Erhöhung des Umwelt- und Technologieindex differenzieren oder bei der Niedrigpreisstrategie durch gezielte Kosteneinsparungen einen attraktiven Produktpreis gewährleisten.

Die ersten zwei Vorlesungen dienen als Testversuche, um ein wenig zu experimentieren.

Abgeschlossen wird das Unternehmensplanspiel im Rahmen einer Präsentationsrunde, zu der die Gruppen Ihre Ergebnisse veröffentlichen und ein eigenes Fazit ziehen. Hier habe ich ein sehr gutes Beispiel für eine Abschlusspräsentation gefunden.

Hier noch ergänzend unsere Abschlusspräsentation.

An dieser Stelle wünsche ich euch viel Erfolg und hoffe, ich konnte euch ein paar Hilfestellungen geben.

Das Spiel basiert auf der Software TOPSIM General Management II von Tata Interactive.